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ein epiphytischer Wasserschlauch: Utricularia humboldtii


Allgemeines:
Die Erstbeschreibung fand 1841 durch Shomburgk statt.
Heimat: Im Grenzgebiet von Venezuela, Brasilien und Guyana ist Utricularia humboldtii in einer Höhenlage von 1200 und 2500 m zu finden (z.B. Roraima-Gegend mit gleichnamigen Tepui oder dem Auyan-Tepui).
Die Pflanze lebt auf den Tepuis als Epiphyt auf anderen Pflanzen. Fast immer in den Vertiefungen von Bromelien (meist Brocchinia tatei) oder auch Heliamphora, wo sich das Wasser ansammelt und sich organische Bestandteile zersetzen. Am Fuße der Tepuis begnügt sich Utricularia humboldtii mit sumpfigem Substrat. Der Standort von U. humboldtii ist meist halbschattig (Urwald) oder vollsonnig (Tepuis).

Die Pflanze selbst:
Lange (13-25 cm) rote oder braune Blattstiele. Die Blätter sind leicht länglich/Paddelförmig bei jüngeren Pflanzen und bei älteren Pflanzen dann (drei)eckig.
Die Fallen sind meist etwa 4 mm groß, können aber auch 6 mm erreichen. Die Pflanze verbreitet sich gerne durch zahlreiche Ausläufer.
Der Blütenstängel erreicht eine Höhe von über 1 m. Die Blüte selbst ist die Größte der Gattung Utricularia. Die durchsichtigen Samen sind rekordverdächtig im Keimen - schon nach 9-10 Stunden treiben sie aus. Der Keimling bildet dann recht schnell lange Fortsätze aus um sich zu verankern.
2 Varietäten sind bisher beschrieben worden: f. albiflora (Komiya & Shibata, 1997) und f. cuneata (Steyerm, 1953)

Kultur:
Die Pflanze mag es ganzjährig warm - um die 20°C ist perfekt. Tagsüber etwas wärmer (bis 25°C) - nachts etwas kühler. Achtung vor zu viel Wärme! Sehr viel Licht bei Pflanzen vom Hochland, Halbschatten bei Pflanzen vom Urwald und immer eine hohe Luftfeuchtigkeit (um 70%) sind erwünscht. Das Substrat sollte sehr locker sein und im permanenten Anstauverfahren (5-10 cm Wasserhöhe) sich befinden. Oft wird reines Sphagnum, ein Sphagnum-Perlite-Gemisch oder ein Torf-Sand-Gemisch verwendet. Größere Gefäße bzw Töpfe sind empfehlenswert.

Blick von oben und von der Seite auf die Blätter an den langen Stängeln.



Die Fangblasen - gut sichtbar:

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