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Die gelbe Schlauchpflanze: Sarracenia flava


Allgemeines:
Die erste Beschreibung der Pflanze erfolgte 1731 durch Mark Catesby unter dem Namen Sarracenia foliis longioribus et angustioribus.
Die richtige botanische Erstbeschreibung führte dann Linnaeus (Carl von Linné) 1753 durch.
Der Name "flava" kommt aus dem lateinischen "flavus" und bedeutet "gelb".
Daher auch der deutsche Name "gelbe Schlauchpflanze" bzw. der englische Name "Yellow Trumpet Pitcher Plant"
Heimat: Die Sarracenia flava wächst hauptsächlich in Sümpfen der Küstenebenen der südöstlichen USA (Südost-Alabama, Nord-Florida, Süd-Georgia, South Carolina, North Carolina und äußerster Südosten Virginia). Das Substrat ist im Normalfall sehr sandig. Sie ist noch relativ weit verbreitet.
Eine typische Schlauchpflanze mit langen, dünnen Schläuchen und einem Deckel ist die Sarracenia flava, die auf den deutschen Namen "gelbe Schlauchpflanze" hört. Es sind bisher 7 Varietäten beschrieben worden. Sarracenia flava ist wahrscheinlich die Schlauchpflanze mit den größten Schläuchen, denn diese können bis über 1 m hoch werden, wobei die normale Größe zwischen 50 und 80 cm schwankt. Die Öffnung kann bis 12 cm im Durchmesser erreichen. Die Schläuche werden nach der Blüte vom Ende Frühjahr an bis spät in den Sommer gebildet und sterben Ende Herbst ab. Sie werden dann durch 20 - 40 cm lange Phyllodien ersetzt. Sarracenia flava ist ein sehr guter Insektenfänger, die sich auch Fliegen, Wespen, Schnaken und anderen großen Insekten annimmt. (Die Effektivität ist bei Freilufthaltung im Sommer zu sehen: Randvolle Schläuche). Sie verführt ihr Opfer mit süßem Nektar, wobei der Falleneingang sehr glatt ist und die Opfer in die Falle rutschen. Sarracenia flava bildet (wie die meisten Sarracenien) eigene Verdauungsenzyme. Weiteres zum Aufbau der Schläuche bei der Gattungsbeschreibung.
Das Rhizom der Pflanze ist sehr dick und verläuft parallel zur Bodenoberfläche.
Die Blütezeit ist Mitte März bis Ende April (nördlichere Standorte bis Mitte Mai). Die hellgelben Blüten sind mit ca. 12 cm im Durchmesser die größten Blüten der Gattung und haben eher schmale Petalen (= Blütenblätter / Kronblätter). Weiteres zum Aufbau der Blüten bei der Gattungsbeschreibung. Intensiver (eher unangenehmer) Geruch der Blüte. Die Samenkapsel erreicht einen Durchmesser bis zu 2 cm.

Bekannte Varietäten:
(Anm.: Manche Varietäten besitzen 2 oder 3 Namen - je nach Land oder Händler)
"normal": Auch als S. flava var. flava bezeichnet. Hauptgebiet ist die Atlantikküste.
maxima: Manchmal (nicht unbedingt !) größere Schläuche als die "normale" S. flava, keinen roten Fleck am Kragen des Deckels. Vorkommen in Carolina und Nordwest-Florida.
cuprea bzw. coppertop: Das obere Viertel des Schlauches und der Deckel sind kupferfarben gefärbt. Vorkommen in Carolina und Nordwest-Florida.
atropurpurea oder all red oder burgundy: Die Schläuche sind mit Deckel komplett rot gefärbt. Natürliches Vorkommen in Carolina.
rubicorpora oder red tube-green lid: Die Umkehrung der cuprea - hier sind die Schläuche rot und der Deckel grün. Vorkommen in Florida.
rugelii: komplett grüne Schläuche, bei denen der Kragen zwischen Schlauch und Deckel rot gefärbt ist. Im Verhältnis sehr großer Deckel. Vorkommen in Georgia und Florida.
ornata oder veined oder heavy veined: kleinere Schläuche (ca. 30 cm) mit intensiver, roter Aderung. Vorkommen in Carolina und Nordwest-Florida.
all green oder pure green: Kleine Schläuche (20-25cm), die komplett grün bleiben

Kultur:
Sarracenia flava ist einen Winter (und eine Winterruhe) gewöhnt - die Pflanze ist sogar winterhart und somit für das Moorbeet geeignet. Die Winterruhe sollte bei Zimmerhaltung bei 5°C erfolgen. Draußen sind auch Fröste von -10°C kein Problem. Wird es dann gegen Jahresende kühler bildet die Pflanze keine Fallen mehr, sondern nur noch schwertförmige Blätter (Phyllodien). Erst nach der Blüte gegen Ende des Frühjahres werden wieder Fallen gebildet, somit laufen bestäubende Insekten nicht Gefahr gefressen zu werden. Im Sommer hat die Pflanze nichts gegen sommerlich heiße Tage und verträgt auch starkes, direktes Sonnenlicht. Als Substratmischung wird Torf-Sand-Gemisch 3:1 oder 4:1 verwendet. Die Pflanze ist für eine Bewässerung im Sommer mit der Anstaumethode dankbar. Im Winter ist der Boden nur noch leicht feucht zu halten. Eine normale bis leicht erhöhte Luftfeuchte genügt (ca. 45-60%) dieser Pflanze vollkommen.


zur Bluete Entwicklung einer Blüte der Sarracenia flava

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