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Nepenthes khasiana


Allgemeines:
Die Erstbeschreibung erfolgte 1873 durch Hooker. Zu finden ist die Pflanze im Khasia Hochland sowie benachbarten Bergen des indischen Bundesstaates Assam. Damit ist N. khasiana die einzige Kannenpflanze, die in Indien vorkommt. Sie ist in einer Höhenlage von 1000-1500 m zu finden und also schon zu den Hochlandnepenthes gezählt. Das Gebiet zeichnet sich durch sehr hohe Niederschlagsmengen (2400 mm jährlich) aus. In den Nächten kann es richtig kalt werden, Tagsüber wird es dafür nie richtig heiß.
Diese Art ist in der Natur akut vom Aussterben bedroht und wird daher auch in Anhang I des Washingtoner Artenschutzgesetzes gelistet.N. khasiana ist eine ausdauerne Pflanze und zeichnet sich durch schnelles Wachstum aus. Wobei sie mit zu 4 m Höhe (vereinzelt auch bis 6 m) eine kleinere Art darstellt. Die Pflanze bildet einen typischen kletternden, runden Stamm mit 8-12 cm Durchmesser aus. Die Blätter sind 15-46 cm lang und 3-10 cm breit und besitzen an der Blattbasis zahlreiche Längsnerven.
Die Ranke ist etwa 10-25 cm lang, behaart und verhältnismäßig schlank. Die grünen Kannen mit rotbraunen Streifen werden bis knapp 20 cm lang und haben einen Durchmesser von 3-4,5 cm. Sie besitzen nur schmale Flügelleisten. Das Peristom ist mit 6-10 mm relativ schmal. Die Kanne braucht etwa 64 Tage um sich zu bilden und "lebt" dann für durchschnittlich 65 Tage, bevor sie wieder zerfällt. In der Kannenflüssigkeit wurden Moskito-Larven der Gattung Aedes gefunden. Bisher sind keine Varietäten bekannt.

Kultur:
Die Pflanze gilt in der Kultur als leicht für Leute mit Hochlandnepenthes-Erfahrung und mittelschwer-schwer für Anfänger. Die Pflanze verträgt laut Peter D'Amato sogar Fröste und gilt als kälteresistenteste Nepenthes. Wobei die allgemeine Kultur im Sommer warm (nicht heiß) und im Winter kühl (kein Frost!) erfolgen sollte. Eine deutliche Nachtabsenkung ist Pflicht. Bezüglich den Ansprüchen an die Luftfeuchtigkeit gehört N. khasiana zu den einfacheren Arten. Dafür muss das Substrat ständig feucht bleiben. Empfohlen wird reines Sphagnum oder eine sehr lockere Torf-Sand Mischung. Eine Vermehrung über Stecklinge ist schwierig.


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