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Nepenthes campanulata


Allgemeines:
Im September 1957 wurde die Pflanze von Dr. A. Kostermans im Gebirge (Mount Ilas Bungaan) von Ost-Kalimantan, Borneo entdeckt.
Die Erstbeschreibung erfolgte 1973 durch Kurata.
Seit 1980 galt die Pflanze nach mehreren, verheerenden Waldbränden in der Region als ausgestorben. Mehrere Expeditionen in dieses Gebiet bestätigten dies. Bis dahin waren auch keine Pflanzen in Kultur.
1997 wurde N. campanulata durch Ch'ien Lee (Fa. Malesiana Tropicals) an einem anderen, 300 km entfernt liegenden Standort wieder entdeckt. Inzwischen sind mehrere Populationen bekannt.
Der Name kommt aus dem Lateinischen "'campanulatus" und bedeutet "Glockenförmig", was auf die Form der Kannen anspielt.
Heimat / Standort: Die Pflanze ist eine echte Tiefland-Nepenthes und wächst in etwa 300m Höhenlage auf bemoosten Kalksteinfelsen in Ost-Kalimantan (Kalimantan Timur), Borneo. Es sind 6 Standorte bekannt. Sie wächst dort an sehr hellen Standorten (teilweise auch direktes Sonnenlicht) bei sehr hoher Luftfeuchtigkeit.
Die Pflanze bildet eine Rosette aus und besitzt einige für Nepenthes untypische Merkmale: Sie besitzt keine Fähigkeit zu klettern und bleibt zudem sehr kompakt in der Höhe. Auch produziert Nepenthes campanulata nur einen Typ von Kannen. Diese kleinen, gelbgrünen Kannen mit ihrer relativ großen Kannenöffnung erreichen eine Größe von etwa 5 -7 cm. Das Peristom ist relativ klein. Die Kannen sind relativ kurzlebig. Schon 30 cm hohe Pflanzen sind blühfähig.

Kultur:
Die Pflanze mag natürlich als Tieflandart gehalten werden: Tagestemperaturen von 25-30°C und Nachttemperaturen 20-25°C gehören zur Pflanze wie eine hohe Luftfeuchtigkeit von etwa 80-85 %. Der Standort sollte sehr hell sein - direktes Sonnenlicht (außer Mittags-Sonne im Sommer) ist OK. Im Winter ist eine Zusatzbeleuchtung sehr zu empfehlen. Das Substrat sollte - wie bei allen Nepenthes - immer feucht, aber nicht dauernass sein. Als Substrat ist reines Sphagnum oder ein 1:1 Gemisch aus Sphagnum und Perlite zu empfehlen. Es gibt wohl Züchter die die Pflanzen erfolgreich auf einem Lavastein mit einer Sphagnum Schicht wachsen lassen. Die Pflanzen klammern sich dann mit dem Moos richtig fest.

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