Die Gattung Genlisea ("Reusenfalle")
Diese Gattung besitzt 21 Arten und hat noch keinen richtigen
deutschen Namen, obwohl die erste Art (Genlisea aurea) schon 1833 durch St.Hil beschrieben wurde. Die Genlisea kommt nur in den tropischen Gebieten von Südamerika und
Afrika vor und ist mit Utricularia (Wasserschlauch) verwandt.
Genlisea bildet jedoch keine Fangblasen, sondern gegabelte, spiralig
gedrehte, mit inneren Reusen versehene Ausläufer. Kleine
Bodeninsekten dienen als Nahrung. An der Schnittstelle der beiden
Ausläufer fürht der Weg direkt in den Magen. Die Pflanze
bildet eigene Verdauungssäfte.
Kultur:
Sie ist selten in der Kultur, obwohl die Haltung z.t. relativ
einfach ist. Als Einstigespflanze bietet sich Genlisea violacea an. Ein lockeres Substratgemisch aus Torf mit viel Quarzsand
eignet sich gut. Anstaubewässerung ist meist ideal, wobei
die Substratoberfläche zeitweise unter Wasser stehen kann.
Wichtig: Weder Substrat noch Wasser dürfen "alt"
werden bzw. "faulen". Heller Standort (keine direkte
Sonne) mit hoher Luftfeuchtigkeit. Tagsüber 20-25°C und
Nachts kühler (16-20°C) während des ganzen Jahres.
Die einfachsten Arten sind Genlisea hispida und Genlisea violacea.
Besonders Genlisea violacea ist sehr blühfreudig. Die anderen
Arten sind schwieriger (bestehen z.B. auf sauerstoffreiches, fliessendes
Wasser).
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