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Drosophyllum lusitanicum

Allgemeines:
Die Pflanze wurde 1661 von Grisley entdeckt, aber erst 1806 durch H.F. Link offiziell Erstbeschrieben.
Der botanische Name Drosophyllum stammt aus dem Griechischen - von "drosos" für "Tau" und "phyllon" für "Blatt". Daher auch der deutsche Name "Taublatt.
Die Bezeichnung "lusitanicum" stammt aus dem lateinischen - Portugal hieß früher "Lusitania". Im Englischen wird die Pflanze daher auch als "Portuguese Sundew" bezeichnet.
Die Pflanze kann man nur an einem schmalen Küstenstreifen von Protugal, in Andalusien (Südwest-Spanien) und in Nord-Marokko finden. Drosophyllum ist eine der wenigen fleischfressenden Pflanzen, die an sehr trockenen, sandigen Standorten wachsen. Wobei am Naturstandort jeden Morgen dichte Nebel aufziehen und so die Luftfeuchtigkeit zeitweise stark erhöhen.

Die Pflanze:
Die mehrjährige Pflanze erreicht einen Durchmesser von bis zu 40 cm und besitzt gelbe Blüten. Das Taublatt besitzt eine passive Klebefalle (d.h. es sind keine beweglichen Tentakel vorhanden), die jedoch recht effektiv ist.

Kultur:
Drosophyllum ist nicht ganz einfach (und auch nicht für jedermann interessant --> keine aktive Fangbewegung) und daher selten in Kultur. Als Substrat dient ein sehr luftiges Torfsubstrat (viel Sand oder Perlit - min. 60% Anteil) welches nur mäßig feucht gehalten wird. Eine sehr leichte Anstaubewässerung (im Sommer) ist bei geeignetem Substrat möglich. Ansonsten lieber nicht, denn bezüglich Wassergabe ist Drosophyllum keine typische fleischfressende Pflanze - zu Naß ist ein sicheres Todesurteil für diese Pflanze. Ebenso wenig mag die Pflanze stehende Luft wie sie z.B. in einem Terrarium vorkommt - Drosophyllum ist eine ideale Freiluftpflanze (zumindest im Sommer). An Sonne kann die Pflanze gar nicht genug kriegen - daher ist im Winter eine Zusatzbeleuchtung ein muß. Im Sommer so hell und sonnig wie nur möglich - Temperaturen über 30°C sind kein Problem. Nachts kühler. Eine kalte Überwinterung bei 10-12°C (aber hellem Standort) wird von dieser Pflanze verlangt. Aufgrund der hohen Wurzelempfindlichkeit sollte man Drosophyllum nie umtopfen - am Besten schon in das Endgefäß aussähen. Bildet (für Karnivoren) ein recht großes Wurzelsystem, daher sollte der Topf nicht zu klein gewählt werden.



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