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Sonnentau - Drosera aliciae

Allgemeines:
Eine interessante, kleine Art der südafrikanischen Sonnentau-Gewächse ist die Drosera aliciae, die erst 1905 von R. Hamet entdeckt wurde. Heimatgebiet von Drosera aliciae ist der Südwesten des Kaps (südlich von Cape Town). Im Mittel herrschen dort im Sommer Temperaturen von 20-27°C und im Winter zwischen 10-15°C. Kein Monat hat mehr als 100 mm Niederschläge (Winter), wobei es im Sommer recht trocken wird (unter 20 mm).

Foto - Drosera aliciae

Drosera aliciae misst nur ca. 5-6cm im Durchmesser. Die Blätter sind bis zu 1,2cm breit und (gestreckt) bis 3cm lang. Die Pflänzchen auf dem Foto entwickeln gerade ihre Blütenstengel. Im Alter bildet die Pflanze regelrechte Säulen, da sie auf den alten abgestorbenen Blättern aufsitzt. Noch ein kleiner Tipp für Bepflanzungen mit Drosera aliciae: Sie bildet eine recht lange Pfahlwurzel und ist sehr vermehrungsfreudig (siehe weiter unten).

Kultur:
Sie gilt wie die Drosera capensis, die auch aus Südafrika stammt, als sehr einfach zu haltende fleischfressende Pflanze. Sie ist jedoch ein relativ schlechter Insektenfänger (kleine Mücken und ähnliches dienen als Beute). Drosera aliciae ist z.B. bestens geeignet für ein kleines Terrarium auf der Fensterbank. Eine ganzjährige Kultur bei 20-25°C ist ideal - perfekt wäre etwas mehr Wärme im Sommer (bis 30°C) und etwas kühler im Winter (15°C, wobei auch 10°C nicht schaden). Als Standort ist das Südfenster oder ein Fenster in Richtung Südwest oder Südost ideal. Bei genügend Sonne färben sich die Blätter schon rot - volle Sonne ist kein Problem. Ebenfalls geeignet ist das Anstauverfahren - wobei kalkfreies Wasser natürlich Pflicht ist. Im Sommer stellt die Luftfeuchtigkeit meist kein Problem dar - im Winter sei vor zu trockener Heizungsluft gewarnt (daher empfehle ich die Terrarienhaltung). So um 50% Luftfeuchtigkeit sind OK, wobei die Luftfeuchte besser höher als niedriger sein sollte. Als Substrat dient bei mir ein Torf-Sand-Gemisch im Verhältnis 3:1.
Die Pflanze blüht gerne (Blütenstand bis 40 cm hoch) und vermehrt sich dank der Selbstbestäubung über Samen sehr gut. Ein unbeaufsichtigtes Blühen inkl. dem Verstreuen der reifen Samen führt daher schnell zu einer Drosera-aliciae-Kolonie. Die Vermehrung über Blattstecklinge ist ebenfalls sehr einfach.
Eine gefährliche Plage sind die Blattläuse, die zu verkrüppelten Pflanzen führen. Hier ist ein offenes Auge oder eine Vorbeugung mittels Langzeit-Pflanzenschutzstäbchen (ohne Dünger!) ratsam.
Die hellgrünen Pflanzen mit farblosen Drüsenhaaren aus dem Baumarkt sind meist überdüngt und sehr anfällig.

Bild 1: Zwei Pflanzen kurz vor der Blüte. Standort: Terrarium im Zimmer.


Bild 2 zeigt eine Nahaufnahme einer Pflanze im Terrarium, Standort ist nun im Garten - die Pflanze färbt sich rötlich.


Nächstes Bild: Nahaufnahme eines Blütenstängels - deutlich erkennbar die Tentakeln und Klebetröpfchen.


Haufen junger Sämlinge:


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