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Drosera spatulata

Die Erstbeschreibung erfolgte im Jahre 1904 durch Labillardiere (=Jacques Julien Houtton de la Billardière).
Zu beachten: Oft wird der Name falsch geschrieben (spathulata).

Heimat / Standort:
Die Pflanze stammt nicht aus Südafrika, wie man vielleicht annehmen könnte - sie ist nämlich weiter im Osten zu finden. Und zwar von Japan, Korea, Taiwan, Südost-Cina über Borneo, Papua-Neuguniea und die Phillipinen bis nach Südost-Australien, Tasmanien und Neuseeland. Ja sie ist sogar in Mikronesien zu finden.
Drosera spatulata ist bezüglich Klima recht anspruchslos - vom gemäßigten Klima über das Subtropische bis zum tropischen Klima.

Die Pflanze:
Die Pflanze wächst sehr schnell - vom keimenden Samen bis zur ausgewachsenen, blühenden Pflanze vergeht oft nur ein halbes Jahr.
Eine flache bodenständige Rosette mit einem Durchmesser von etwa 5 cm und spatelförmige Blätter zeichnen das Erscheinungsbild dieser Pflanze aus.
Diese Art ist im Aussehen recht variabel und existiert in verschiedenen Unterarten, so dass sie oft falsch bestimmt wird - z.t. sogar als eine ganz andere Art.
Die rosafarbene Blüte wächst an einem etwa 20 cm langen Blütenstängel.

Kultur:
Gehört - wie D. aliciae oder D. capensis - zu den einfachsten Sonnentau-Arten in der Kultur und ist daher für Anfänger bestens geeignet - ja die Pflanze ist als sehr robust zu bezeichnen. Der Vorteil von Drosera spatulata ist, dass diese Pflanze nicht ganz soviel Licht benötigt wie Drosera aliciae oder D. capensis. Sie kommt daher besser durch den Winter. Als Substrat ist ein Torf-Sand-Gemisch 3:2 zu empfehlen. Die Pflanze kann das ganze Jahr über warm gehalten werden. Zimmertemperatur ist hier wohl ideal. Eine kühle Überwinterung (10-15°C) wird ebenfalls gerne genommen. "Überlebensfähig" ist wohl die Pflanze im Bereich von knapp über 0°C bis über 35°C. Eine Luftfeuchtigkeit von 60-75% ist ideal, jedoch gedeiht die Pflanze problemlos auch bei wesentlich geringerer und höherer Luftfeuchtigkeit. 40% würden notfalls auch reichen, allerdings bilde ich mir ein dass die Pflanzen nicht ganz so hübsch werden.
Die Vermehrung der Pflanze ist am Einfachsten über die Samen, die die Pflanze in Massen produziert. Zudem keimen die Samen schnell und gut. Blattstecklinge funktionieren aber auch.
Blattläuse sind wohl das häufigste Übel.


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