Erweiterte Grundlagen zu Licht, Wasser, Erde, Temperatur...
Licht:
Die meisten Pflanzen mögen sehr viel Licht. Einheimische
Arten wie der Sonnentau oder das Fettkraut, aber auch nordamerikanische
Schlauchpflanzen wachsen in offenem Gelände. Sie erhalten
daher direktes Sonnenlicht. Subtropische Pflanzen aus offenen
Gebieten oder viele australische Pflanzen sind sogar noch mehr
Licht gewöhnt. Hier wird dann eine Zusatzbeleuchtung manchmal
zur obersten Pflicht. Selbst tropische Dschungelpflanzen mögen
manchmal mehr Licht als man annimmt. Eine weitere Ursache ist
wohl die Vorliebe für das Fleisch, weshalb die Pflanzen viel
Licht benötigen. Denn oft gibt es keine großen, grünen
Laubblätter mehr...
Zu wenig Licht ist daher oft ein Kulturfehler. Wenn eine Pflanze
nicht aus Lichtmangel eingeht, so ist sie jedoch oft nur ganz
grün - eine schöne Rotfärbung bleibt aus.
Leuchtstoffröhren sind besser geeignet als normale Glühlampen,
da diese sehr viel Wärme produzieren.
Wasser und Giessen:
Die meisten fleischfressenden Pflanzen (z.B. Ausnahmen bei Pinguicula)
haben etwas gegen Kalk im Giesswasser. So mancher Sonnentau oder
manche Venusfliegenfalle hat das kalkhaltige Wasser gar nicht
vertragen und ist eingegangen. Sauberes Regenwasser ist zum Giessen
geeignet - viele Züchter verwenden aber entmineralisiertes
Wasser oder destilliertes Wasser. In den Mooren findet sich nicht
nur kalkfreies Wasser, sondern natürlich auch viel Wasser.
Daher mögen auch die Pflanzen viel Wasser - viele mögen
ständig nasse "Füsse". Natürlich gibt
es hier ebenso Ausnahmen - hierzu gehören z.B. die Kannenpflanzen.
Einige Fettkraut-Arten und Sonnentau-Arten benötigen gar
eine Trockenphase.
Luftfeuchtigkeit:
Egal ob die Pflanze im Moor wächst, an Küstengebieten
oder im tropischen Dschungel - die Luftfeuchtigkeit ist in diesen
Gebieten oft recht hoch. Ein Zimmer im Winter hat durch die trockene
Heizungsluft oft 20-30% Luftfeuchtigkeit - das ist zu wenig. Ab
50% wird es erst interessant...
Erde:
Fleischfressende Pflanzen wachsen meist in Mooren und Sümpfen.
Manchmal auch an Küstengebieten bei dem das Moor schon "vertrocknet"
ist und viel Sand sich untergemischt hat. Jedoch sind diese Gebiete
dennoch aufgrund von Flüssen oft zeitweise recht nass. Das
Moor besteht aus Torfmoos (Sphagnum), daher ist als Grundlage
ungedüngter Torf immer gut. Dieser ist oft im Gartencenter
erhältlich. Neben "ungedüngt" sollte "mäßig
zersetzt" oder "schwach zersetzt" auf der Packung
stehen. Zur Auflockerung wird dann - je nach Herkunft der Pflanze
- mehr oder weniger Quarzsand untergemischt. Notfalls kann man
sich bei einfacheren Pflanzen mit gut ausgewaschenem, normalen
Sand behelfen.
Temperatur:
Kurz gesagt: Je nach Herkunftsland:
Eine Pflanze aus unserer Gegend benötigt z.B. unbedingt eine
Winterruhe mit kaltem Klima, während eine tropische Kannenpflanze
das ganze Jahr über warm mag.
Winterruhe ist z.B. für die Venusfliegenfalle und alle Schlauchpflanzen
Pflicht. Hier sollte die Pflanze an einen kühlen, hellen
Standort gebracht werden.
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